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Das Schlagzeilentier der Medien ist der Seehund, wenn es um Natur und Nordseeschutz geht. Er ist, am Ende einer Nahrungskette stehend, der vorrangige Indikator für den Zustand der Nordsee.
Lebensraum dieser Tiere sind die Sände seewärts der Inseln, Halligen und im Wattenmeer, die bei Ebbe
trocken fallen und abfallende Kanten zu Prielen und Wattenströmen haben, über die die Tiere bei Gefahr sofort das Wasser erreichen und tief tauchen können. Hier werden im Juni und Juli die Jungen geboren, die
verglichen mit den Jungen anderer Robbenarten - relativ groß und weit entwickelt sind und sofort gut schwimmen können. Diese Eigenschaften sind notwendig, weil schon wenige Stunden nach der Geburt die Sandbank wieder überflutet wird und das Jungtier sich etliche Stunden, bis zur nächsten Ebbe, im Wasser halten muß.
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Boffel |